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Die erektile Dysfunktion – eine Volkskrankheit in der Schweiz?

Heutzutage sind über 6 Millionen deutsche Männer von der erektilen Dysfunktion betroffen, so wird geschätzt, denn dieses Thema ist ein allgemeines Tabuthema. In zunehmendem Alter steigt das Problem der Impotenz an, denn bei 40 – 49 jährigen Männern ist demnach jeder 10. betroffen und bei den 60 – 69 Jährigen bereits jeder 3. Mann.

Es gibt gewiss viele Betroffene, die sich davor scheuen einen Arzt aufsuchen und sich keine Hilfe holen, dabei können Erektionsprobleme in vielen Fällen geheilt werden. Doch meist scheuen diese Männer den Kontakt zu potentiellen Geschlechtspartnern und leiden enorm unter dieser Störung. Ein Erektionsproblem liegt dann vor, wenn der Mann keine ausreichende Erektion bis zum Orgasmus bekommen kann. um diesem peinlichen Problem zu Leibe zu rücken, gibt es im Internet jedoch eine Menge an Informationen, die weiterhelfen können. 

Das Thema Impotenz hängt in der Regel mit einem Gefäßproblem zusammen und kann der Vorbote für eine ernstzunehmende organische Erkrankung sein. In der Urologie jeder renommierten Klinik kennt man sich bestens mit der erektilen Dysfunktion aus, da so viele Männer davon betroffen sind.

In diesem Artikel geben wir Ihnen Informationen über die häufigsten Ursachen, Symptome und mögliche Therapien.

Erektile Dysfunktion Symptome

Bei einer erektilen Dysfunktion kommt es beim Mann nicht zu einer ausreichenden Erektion, die für befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreicht. Dies kann temporär bei jedem Mann vorkommen, denn gerade in Stresssituationen ist es sehr schwer sich auf Sex zu konzentrieren. Von einer ED (erektile Dysfunktion) spricht man jedoch erst, wenn das Erektionsproblem länger als 6 Monate permanent andauert. In der Medizin ist die Impotenz genau genommen die Unfruchtbarkeit und wird daher Impotentia generandi bezeichnet. Bei der erektilen Dysfunktion handelt es sich um eine Form der Impotenz, die in der Fachsprache als Impotentia Coeundi bezeichnet wird. Also ist die ED nur eine Unterform der Impotenz und somit, wie bereits erwähnt, in vielen Fällen heilbar.

Die generellen erektile Dysfunktion Symptome sind in der Regel die Folgenden:

  • Der Penis wird nicht genug steif für den Geschlechtsverkehr
  • Der Schwellkörper wird nicht genügend durchblutet
  • Die Erektion bricht frühzeitig ab, sodass kein Geschlechtsverkehr vollzogen werden kann
  • Die Erektionsprobleme tauchen häufig auf.

Ursachen

Es ist wichtig die Ursachen für die Erektionsstörung zu kennen. Sie könnten zwar einfach im Internet ein Potenzmittel bestellen, aber das wird langfristig keine Lösung darstellen, da es wichtig ist, zu erkennen, ob eine organische oder psychische Störung vorliegt. Eine chronische Potenzstörung kann Vorbote für schwere Krankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, oder Schlaganfall sein. Lassen Sie sich daher von einem Urologen oder Facharzt untersuchen, um auszuschließen, dass eine schwerwiegende Krankheit vorliegt und um zu ermitteln, ob Sie sich für pharmazeutische Potenzmittel wie Cialis, Viagra, Spedra oder Levitra eignen oder ob diese Art der Therapie für Sie eher ungesund wäre

In der Regel gibt es körperliche und psychische Ursachen, die sich jedoch sehr oft vermischen. Zum Beispiel kann es sein, dass der Betroffene aufgrund einer organischen Störung an einer ED leidet und nach einigen negativen, sexuellen Erlebnissen eine Versagensangst entwickelt und somit dann ebenfalls eine psychische Störung vorliegt. Je älter ein Mann wird, desto größer wird das Risiko, an der ED zu erkranken. 

Organische Ursachen 

In 70% der Fälle ist die erektile Dysfunktion auf körperliche Ursachen zurückzuführen.

  • Gefäßerkrankungen bei Männern, wie zum Beispiel Arterienverkalkung und Arteriosklerose
  • Hormonelle Störungen: Durch einen erniedrigten Testosteronspiegel kann die Impotenz ausgelöst werden. Zum Beispiel Stress und ein ungesunder Lebensstil können zur Absenkung der männlichen Hormone und zu Erkrankung beitragen.
  • Nervenstörungen: Diabetes ist zum Beispiel eine Erkrankung, die die Nerven schädigen kann und die Durchblutung des Schwellkörpers verringert, wodurch dann eine ED entstehen kann 
  • Koronare Herzkrankheit oder andere schwerwiegende Herzkrankheiten
  • Bluthochdruck stellt laut einiger Studien ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf und für Erektionsstörungen dar
  • Hypercholesterinämie oder ein zu hoher Cholesterinspiegel: Cholesterin und Erektionsprobleme hängen ebenfalls eng zusammen
  • Übergewicht
  • Beckenbodenschwäche
  • Versagen der Schwellkörpermuskulatur
  • Durchblutungsstörungen
  • Impotenz kann durch verschiedene Operationen verursacht werden: Operationen an der Prostata, am Darm oder an der Harnblase, Eingriffe im Beckenbereich können Nerven und Blutgefäße beschädigen.

Diese Erkrankungen erfordern auch eine gewisse Medikamenteneinnahme, die dann wiederum eine ED auslösen kann. Daher ist es immer wichtig die Packungsbeilage der Medikamente zu studieren, die Sie langfristig einnehmen.

Medikamenteneinnahme

  • Herzmittel und Medikamente, die den Blutdruck senken: Die Betablocker Nebenwirkungen sind typischerweise Impotenz. Auch Bluthochdruck Medikamente haben als Nebenwirkungen Impotenz zufolge. 
  • Antidiabetika
  • Entwässerungsmittel
  • Psychopharmaka: Tranquilizer und Antidepressiva
  • Übermäßiger Alkoholkonsum, Tabak und Drogen: Die Förderung der Impotenz durch Alkoholismus, übermäßigem Drogenkonsum oder Nikotin ist laut vieler wissenschaftlicher Studien ebenfalls gewährleistet.

Psychische Ursachen

Eine Erektion beginnt immer erst im Kopf – noch lange vor der sexuellen Aktivität. Zuerst wird der auslösende, sexuelle Reiz, wie eine Berührung, der Anblick einer sexuell ansprechenden Person, ein Wort oder eine Fantasie im Gehirn verarbeitet. Erst bewertet das Gehirn diesen Reiz. Es wird bestimmt, ob eine Erektion in dieser Situation angebracht wäre und in den Kontext passt (nicht passend wäre eine Erektion eventuell am FKK Strand). Dann werden Nervensignale für den weiteren Verlauf bis zur Erektion ausgesendet.

Eine psychische Ursache liegt dann vor, wenn das Gehirn in einer gewünschten sexuellen Situation keine Nervensignale aussendet. Auch zu erkennen daran, dass der Betroffene im Schlaf eine Erektion bekommt aber nicht bei einer gewünschten sexuellen Situation. Dann wäre zu erkennen, dass der Betroffene sehr wohl eine normale Erektion bekommen kann, doch dies leider nicht passiert, wenn er es gerne möchte.

Um die 25% aller Erektionsstörungen werden laut Experten durch psychische Faktoren ausgelöst, die in der Regel bewirken, dass der Kontakt zu potentiellen Geschlechtspartnern gemieden wird.

  • Versagensangst
  • Depression
  • Keine Attraktion zum sexuellen Gegenüber
  • Eingefahrene sexuelle Routine in der Partnerschaft
  • Psychische Erkrankungen
  • Stress: Das Stresshormon Cortisol ist der absolute Gegenspieler der sexuellen Lust beim Mann.
  • Andere sexuelle Orientierung oder Vorstellung 
  • Partnerschaftsprobleme

Alter

Je älter ein Mann wird, umso größer kann das Risiko werden, an der erektilen Dysfunktion zu erkranken. Wenn der Testosteronspiegel absinkt, körperliche Leiden zunehmend an Wichtigkeit gewinnen, eventuell Stress und Sorgen bestehen, dann kann sich dies enorm auf die Potenz auswirken. Genetische Faktoren und der Lebenswandel kommen ebenfalls hinzu. Im zunehmendem Alter können Prostataprobleme, Krebs und die dazugehörige Behandlung sowie Operationen das Ganze noch erschweren.

Behandlung erektile Dysfunktion

Die erektile Dysfunktion Therapie kann medikamentös oder mechanisch sein. Es gibt hier mehrere Ansätze, die je nach Anwender oder Ursache mehr oder weniger effektiv sein können.

erektile dysfunktion schweiz

Elektrotherapie

Die erektile Dysfunktion kann mittels Elektrotherapie oder Reizstromtherapie behandelt werden. Diese Therapie hat keine Nebenwirkungen und wird in direktem Kontakt mit der Haut ausgeführt. Ein Reizstromgerät ist einfach in der Handhabung und kostengünstig. Das Gerät ist in der Regel so klein, dass man die Therapie selbst zuhause durchführen kann. Beim regelmäßigen Gebrauch kann es Wunder wirken. Damit werden körperliche Ursachen wie Beckenbodenschwäche, Durchblutungsstörungen und Versagen der Schwellkörpermuskulatur behandelt. Diese Therapie führt also nicht zu einer Erektion, sondern behandelt mit elektrischen Impulsen die genannten organischen Ursachen. Wie stark diese spürbar sind, stellt der Anwender selbst ein. 

Homöopathie

Die erektile Dysfunktion kann mit Homöopathie behandelt werden. Es gibt verschiedene Globuli, die je nach Ursache und Begleiterscheinungen eingesetzt werden. Zum Beispiel werden Selenium Globuli eingesetzt, wenn folgendes Symptome vorhanden sind: Verlangen nach Sex vereint mit vorzeitigem Samenerguss und mangelnder Erektionsfähigkeit – dazu hat der Betroffene eine ölige fettige Haut, Haarausfall, ist zurückhaltend und eher depressiv gestimmt. Der Homöopath bestimmt hier die Dosierung und die Art der Globuli, die regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden sollten. Dazu muss dabei jedoch auch die Ernährung umgestellt werden und der Lebensstil sollte gesund sein.

Penis Pumpe

Eine nebenwirkungsfreie Möglichkeit ist es die erektile Dysfunktion durch die Penis Pumpe zu behandeln. Vor dem Sex wird die Pumpe über den Penis gestülpt und es wird durch das Pumpen Unterdruck erzeugt, wodurch das Blut in den Penis einströmen kann und ganz leicht eine Erektion erzeugt wird. Es wird dann die Pumpe entfernt und ein Penisring wird angebracht, der den Blutstrom im Penis hält. Komplikationen treten bei dieser einfachen Methode so gut wie keine auf.

Erektionsstörungen und Sport

Normalerweise ist Sport eines der besten Mittel um die Potenz zu fördern, denn es werden die Durchblutung angekurbelt und die Testosteronproduktion gesteigert. Körperliche Bewegung ist also enorm gut, um die Erektionsfähigkeit zu erhöhen. Gibt es durch zu viel Sport Erektionsprobleme? Ja, das kann auch passieren, wenn man zuviel trainiert und der Körper ausgelaugt wird. Der Sportler selbst muss seine eigenen Grenzen kennen, denn alles sollte in Maßen ausgeführt werden.

Erektile Dysfunktion und Ernährung

Die Ernährung spielt bei der erektilen Dysfunktion eine große Rolle. Die Nahrung sollte reich an der Aminosäure L-Arginin und an Vitaminen sowie Mineralien sein. L-Arginin ist in rotem Fleisch, in Fisch, in Samen und Kernen, in Nüssen und Eiern vorzufinden. Trotzdem sollten reichlich Roh- und Vollwertkost sowie kaltgepresste Öle eingenommen werden, damit der Organismus richtig gestärkt wird, das Herz-Kreislaufsystem gut arbeitet und der Körper optimal mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgt werden kann. 

Erektile Dysfunktion Medikamente: Übersicht

PDE-5-Hemmer

Die PDE-5-Hemmer wie Cialis, Viagra, Levitra, Spedra und die Generikas sind sehr beliebte und effektive Medikamente zur Behandlung von Erektionsstörungen. Im Mann gibt es ein Enzym namens PDE-5, das vorzeitig die Erektion abbricht und im Alter zunimmt. Es wird durch den PDE-5-Hemmer, wie zum Beispiel den Wirkstoff Sildenafil, unterdrückt und somit wird die Durchblutung in den Schwellkörper gefördert. Somit ist es – bei egal welcher Ursache – möglich eine Erektion über eine längere Zeit hinweg bis hin zum Orgasmus zu bekommen. Da die PDE-5-Hemmer gewisse Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen aufweisen, sind sie rezeptpflichtig in Europa.

Natürliche Potenzmittel

Erektile Dysfunktion Medikamente rezeptfrei sind zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel wie Maca, Ginseng, Ginkgo Biloba oder L-Arginin. Diese Präparate werden meist in Kombination eingenommen und sie können auf lange Sicht effektiv sein. Sie haben definitiv keine Nebenwirkungen, daher sind sie rezeptfrei. 

Eine Erkrankung, die definitiv zu Erektionsproblemen führen kann

Diabetes Mellitus

An dieser Stelle ist die Zuckerkrankheit nochmal explizit zu erwähnen, denn Diabetes und erektile Dysfunktion gehen Hand in Hand: Dieses chronische Leiden verändert die 

Blutgefäße sowie Nerven und stellt eine psychische Belastung dar durch die verringerte körperliche Leistungsfähigkeit und Medikamentennebenwirkungen. Bei jedem zweiten Mann kommt es daher zu Erektionsstörungen, daher sollten Sie im Falle der erektilen Dysfunktion einen Arzt für die körperliche Untersuchung aufsuchen. 

Hängt die ED vom Alter ab?

Die erektile Dysfunktion betrifft junge Männer eher weniger. Sie kommt jedoch auch vor. Meist sind es Gründe wie Komplexe oder Versagensangst, die in diesem Alter zu Potenzstörungen führen können. Die erektile Dysfunktion im Alter ist so gut wie normal, denn der Körper leidet unter Verschleißerscheinungen, da die Testosteronproduktion verringert wird, was zu einer Menge körperlicher Leiden führen kann. Es gibt zum Beispiel Interessengruppen wie 50plus Schweiz, die in der Schweiz solche Männer zusammenführen.